Förderung der deutsch-japanischen Zusammenarbeit in der Halbleiterindustrie

Silicon Saxony Days Reverse-Pitch-Programm und Deutsch-Japanisches Netzwerktreffen in Dresden bringen Japan und Sachsen zusammen

Am Mittwoch, den 17. Juni 2026, fanden im Impact Hub Dresden das „Silicon Saxony Days Reverse-Pitch-Programm“ sowie das „Deutsch-Japanische Netzwerktreffen in Dresden“ statt.

Die Veranstaltung wurde im ersten Teil von JETRO Berlin (Japan External Trade Organization) und im zweiten Teil von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dresden e.V. (DJG Dresden) organisiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) sowie den Deutsch-Japanischen Wirtschaftskreis e.V. (DJW).

Mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Dresden, dem Freistaat Sachsen und weiteren Regionen Deutschlands nahmen an der Veranstaltung teil. Unter den Gästen befanden sich Vertreter japanischer und deutscher Unternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Wirtschafts- und Standortförderungsstellen des Freistaates und der Stadt Dresden.

Ziel der Veranstaltung war es, den Austausch zwischen japanischen und deutschen Unternehmen sowie Institutionen zu fördern und neue Kooperationsmöglichkeiten insbesondere im Bereich der Halbleiterindustrie zu schaffen. Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung des Halbleiterstandorts Sachsen bot die Veranstaltung eine Plattform, um aktuelle Herausforderungen, industrielle Anforderungen und mögliche Partnerschaften zwischen Unternehmen beider Länder zu diskutieren.

Die gemeinsame Veranstaltung von JETRO und der DJG Dresden wurde bereits zum zweiten Mal durchgeführt und unterstreicht die kontinuierlichen Bemühungen beider Organisationen, die deutsch-japanischen Wirtschaftsbeziehungen und den branchenübergreifenden Austausch in Dresden weiter auszubauen.

Einblicke in die sächsische Halbleiterlandschaft und Herausforderungen japanischer Unternehmen

Der erste Teil der Veranstaltung, das Reverse-Pitch-Programm, begann mit einer Begrüßung durch Shigeki Okamoto, Leiter des JETRO-Büros Berlin. Anschließend stellte Pascal Misoph, Senior-Projektmanager für Halbleiter und Mikroelektronik der Wirtschaftsförderung Sachsen, die industrielle Landschaft des Freistaates Sachsen mit besonderem Fokus auf die Halbleiterindustrie vor.

Im Mittelpunkt des Programms standen anschließend die Reverse Pitches japanischer Unternehmen. Dabei präsentierten Kurita Industrial Solutions GmbH mit Sitz in Radebeul (Sachsen) sowie Jikan Techno mit Sitz in Osaka (Japan) ihre Aktivitäten, Herausforderungen im deutschen Markt und Anforderungen an zukünftige Industriepartner.

Eröffnung des ersten Eventteils durch Shigeki Okamoto von JETRO-Büro Berlin
Eröffnung des ersten Eventteils durch Shigeki Okamoto von JETRO-Büro Berlin (Bild: Erina Oguma, JETRO)

Intensiver Austausch und Networking im zweiten Veranstaltungsteil

Der zweite Teil der Veranstaltung, das Deutsch-Japanische Netzwerktreffen, wurde mit einer Begrüßung durch Kento Fukuhara und Josephine Fukuhara, Präsidentin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dresden e.V., eröffnet.

Im Anschluss nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Formate zum Austausch und zur Vernetzung. Neben freien Gesprächen fanden Unternehmenspräsentationen, thematische Tischdiskussionen sowie ein Board-Networking statt.

Für eine angenehme und offene Atmosphäre sorgte zudem ein japanisches Catering, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit bot, neben dem fachlichen Austausch auch japanische Küche zu genießen und persönliche Kontakte in entspannter Umgebung zu vertiefen.

Eröffnung des zweiten Eventteils durch Kento und Josephine Fukuhara von der DJG Dresden
Eröffnung des zweiten Eventteils durch Kento und Josephine Fukuhara von der DJG Dresden (Bild: Erina Oguma, JETRO)
Intensiver Austausch durch Board-Networking
Intensiver Austausch durch Board-Networking (Bild: Kento Fukuhara, DJG Dresden)

Weiterer Ausbau der deutsch-japanischen Zusammenarbeit in Dresden erwartet

Mit der zunehmenden Bedeutung der Halbleiterindustrie in Sachsen wird auch künftig mit einem weiteren Engagement japanischer Unternehmen in Dresden und der umliegenden Region gerechnet. Der Standort entwickelt sich zunehmend zu einem wichtigen europäischen Zentren für Mikroelektronik und verwandte Technologien.

Die Veranstaltung zeigte erneut die Bedeutung persönlicher Netzwerke und des direkten Austauschs zwischen Unternehmen, Institutionen und Wirtschaftsakteuren beider Länder.

JETRO und die Deutsch-Japanische Gesellschaft Dresden e.V. planen daher auch zukünftig weitere Branchen- und Networking-Veranstaltungen, um die Zusammenarbeit zwischen deutschen und japanischen Akteuren zu fördern und neue Geschäftsmöglichkeiten in wichtigen Zukunftsbranchen zu unterstützen.

Redaktion: K. Fukuhara/ R. Fischer

 

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